Aktionstage "Fluchtursachen bekämpfen, Waffenexporte stoppen - der Krieg beginnt am Bodensee"

Vom 20. bis 22. August 2015 haben rund um den Bodensee die Aktionstage “Fluchtursachen bekämpfen – Waffenexporte stoppen!” stattgefunden. Die Aktionstage wurden von den Aktivist*innen des Vereins „Flüchtlinge für Flüchtlinge“ initiiert und wurden von zahlreichen solidarischen Organisationen aus der Region unterstützt und mitorganisiert. Ziel war es über die regional ansässige Rüstungsindustrie, das EU-Grenzregime, die Auswirkungen deutscher Innen- und Außenpolitik zu informieren, sowie eine menschliche und gleichwertige Behandlung von geflüchteten Menschen einzufordern. Es wurde darauf aufmerksam gemacht, dass sich am deutschen Ufer des Bodensees die bundesweit höchste Dichte an Rüstungsbetrieben mit den meisten Beschäftigten konzentriert. Darüber hinaus ging es aber auch darum ein Zeichen für eine humanitäre und ursachenorientierte Flüchtlingsdebatte zu setzen, anstatt nur die Symptome zu bekämpfen.

Flyer zu den Aktionstagen:  http://asta.uni.kn/site/assets/files/1401/aktueller_flyer.pdf

Die Verfasste Studierendenschaft der Universität Konstanz hat die Aktionstage unterstützt und dazu aufgerufen sich an den Protesten zu beteiligen. In der Pressemitteilung von der Studierendenvertretung ist nachzulesen:

„Wir als Studierendenvertretung solidarisieren uns ganz klar mit allen Flüchtenden und fordern ein Umdenken in der Flüchtlingspolitik“, erklärt Patrick Haiber, Vorsitzender der Studierendenvertretung. Bereits im Oktober sprach sich eine studentische Vollversammlung deutlich hierfür aus.

Die stellvertretende Vorsitzende Annabelle Kallusek ergänzt: „Während das Mittelmeer zu einem Massengrab wird, brennen in Deutschland wieder AsylbewerberInnen-Unterkünfte.“ Rassistische Propaganda gegen Geflüchtete dürfe nicht verharmlost werden. Das werde es allerdings, wenn Menschen in „gute“ Kriegsflüchtlinge und „böse“ Wirtschaftsflüchtlinge eingeteilt werden.

„Es kann nie genug auf die Verknüpfung von Forschung an und Herstellung von Waffen und daraus resultierenden Fluchtursachen aufmerksam gemacht werden“, meint auch Lukas Daniel Barwitzki, Zivilklausel-Referent im Allgemeinen Studierendenausschuss AStA. Die Zivilklausel ist eine Selbstverpflichtung, keine Rüstungs- und Militärforschung zu betreiben. Da die Klausel rechtlich nicht bindend ist, ist es umso wichtiger, als Studierendenschaft klar hierfür einzustehen.

Presseberichte über die Aktionstage:


Interviews mit Rex Osa:

Reden zum Nachlesen:

 

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