Stellungnahme gegen Studiengebühren für Nicht-EU-AusländerInnen und Studis im Zweitsudium

17.02.2017

Die Verfasste Studierendenschaft der Universität Konstanz kritisiert den Beschluss der Baden-Württembergischen Landesregierung Studiengebühren in Höhe von 1.500 € pro Semester für Studierende aus Nicht-EU-Ländern zu erheben.
Bildung ist und bleibt ein Grundrecht, welches allen Menschen in Deutschland unabhängig von ihrer jeweiligen Nationalität oder ihrem jeweiligen Status als Studierende zustehen muss. Es darf nicht sein, dass Menschen aufgrund ihrer Herkunft diskriminiert werden. Auch angesichts von in Deutschland wachsenden fremdenfeindlichen Bewegungen ist eine ausländische Studiengebühr abzulehnen.
Wir sehen zudem die Gefahr, dass durch die Einführung von Gebühren sich internationale Studierende, die unseren Alltag nicht nur im akademischen, sondern auch im sozialen und zwischenmenschlichen Umfeld bereichern, ein Studium in Baden-Württemberg nicht mehr leisten können.
Wir lehnen ebenso Gebühren für ein Zweitstudium ab. Es ermöglicht den Studierenden eine Umorientierung bzw. zusätzliche Qualifikationen.
Wir sind sehr enttäuscht über die Entscheidung des Landtages und der grün-schwarzen Landesregierung. Studiengebühren sind der falschen Schritt, um Kürzungen im Bereich der Wissenschaft zu verhindern. Wer es ernst meint mit einem gerechteren Bildungssystem und dem Wissenschaftsstandort Deutschland, der vertritt in keinster Weise die Meinung der Befürworter von Studiengebühren.

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