Fotoaktion gegen Studiengebühren im Foyer die 2.

11.01.2018

Johanna und ihr Referat für Hochschulpolitik basteln schon an der nächsten Aktion gegen Studiengebühren. Das HoPo-Referat trifft sich immer Dienstags um 17 Uhr im AStA (H301a).


Zum Hintergrund:

Seit diesem Wintersemester müssen ausländische Studierende(aus nicht-EU-Ländern) und Studierende im Zweitstudium wieder Studiengebühren zahlen. Für Studis im Zweitstudium sind das 650€, für ausländische Studis 1.500€.
Begründet werden diese Gebühren damit, dass das Geld dazu dient, die Qualität der Lehre zu fördern. Das Geld jedoch geht für Studis im Zweitstudium zu 100%, und bei ausländischen Studis zu 80% ungefiltert in den Landeshaushalt. Da wird es verwendet, um die sogenannte ‚Schuldenbremse’ einzuhalten, also de facto ein Haushaltsloch zu stopfen. Und selbst von den 20%, die an die Universität gehen, bleibt dank universitärer Selbstverwaltung nicht mehr viel übrig, wenn man den Verwaltungsaufwand bedenkt, den Unis aufwenden müssen, um die vergleichsweise geringen Gebühren einzutreiben und zu verwalten. Auch das fördert nicht gerade die Qualität von Lehre und Forschung.
Gerade ausländische Studis also – eine Gruppe, die sich nur unwahrscheinlich wehren wird – werden also dazu ausgenutzt, auf Landesebene Geld zur Verfügung zu haben. Kurzfristig ist das unfair. Langfristig wird das wohl die Internationalität unserer Universitäten gefährden. Das ist schade, weil gerade Universitäten ein Ort sein sollten, an denen man mit Vielfalt in Berührung kommt. Zwar sind noch keine Zahlen vorhanden, doch kann sich jeder einmal überlegen, ob er oder sie lieber 1.500€ zahlen oder in einem anderen Bundesland oder gar einem ganz anderen Land studieren würde.
Auch die Gebühr für Studierende im Zweitstudium ist unverhältnismäßig und ungerecht. Die EU und auch Deutschland haben sich dem Konzept des lebenslangen Lernens verschrieben – in unserer sich technologisch rapide entwickelnden Gesellschaft ein Muss. Wer jetzt ein Zweitstudium mit Gebühren belegt, stellt sich diesem lebenslangen Lernen in den Weg. Das ist kein zukunftsfähiges Konzept, gerade auch für eine Gesellschaft, die länger arbeiten müssen wird. Wir müssen neue Fähigkeiten erwerben und dazulernen können.
Darum solidarisieren wir als Studierendenvertretung uns mit den Betroffenen und positionieren uns klar gegen Studiengebühren. 


Johanna Heß - Referentin für Hochschulpolitik

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